Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Sonntag, 18. Dezember 2016

Ausklang, besinnliche Tage, Eindrücke, Ausblicke

Nach den Ameisen von Altona jetzt zum Jahresausklang nochmal ein Ringelnatz, von dem ich nur die erste Strophe kannte, jetzt in voller Länge. Auf das es ein gutes Jahr wird bei bester Gesundheit und dass es nicht im Krankenhaus oder sonstwo endet, wo man nicht hin will. Den Eindruck weckten mir einige der Strophen, die ich noch nicht kannte.

Silvester
Daß bald das neue Jahr beginnt,
Spür ich nicht im geringsten.
Ich merke nur: Die Zeit verrinnt
Genau so wie zu Pfingsten,
Genau wie jährlich tausendmal.
Doch Volk will Griff und Daten.
Ich höre Rührung, Suff, Skandal,
Ich speise Hasenbraten.
Mit Cumberland, und vis-à-vis
Sitzt von den Krankenschwestern
Die sinnlichste. Ich kenne sie
Gut, wenn auch erst seit gestern.
Champagner drängt, lügt und spricht wahr.
Prosit, barmherzige Schwester!
Auf! In mein Bett! Und prost Neujahr!
Rasch! Prosit! Prost Silvester!
Die Zeit verrinnt. Die Spinne spinnt
In heimlichen Geweben.
Wenn heute nacht ein Jahr beginnt,
Beginnt ein neues Leben.

Joachim Ringelnatz

Weihnachtsbaum Andy Warhol

Gestern (18.12.2016) waren wir nochmal zusammen in Gengenbach. Es war sehr schön mit euch. Es war ein schöner anregender Übergang in eine neue Saison. Rechts in der Seitenleiste stehen die Pläne für das nächste Jahr.

Momentan läuft Zwischentöne im Deutschlandfunk, die Musikbeiträge zur besinnlichen Stimmung des vierten Advents passend und diese Stimmung ist schön. So wie gestern in Gengenbach. Sehr schnell habe ich mich zuhause gefühlt, wie immer an Orten wo ich mich wohl fühle. Im Museum habe ich mich am Schluss noch eine Weile mit dem Ausstellungsleiter unterhalten, der einem tiefe Einblicke gegeben hat. Wie lange kennen wir uns jetzt schon, fragte er mich, mit Ihrer Gruppe erinnere ich mich sehr gut, ... fragte er mich, und das ist dann auch ein Teil von Zuhause sein und im Hintergrund Bläsermusik von der Bühne bevor sie umgebaut wird für die Türöffnungszeremonie um 18 Uhr.

Und danke an euch alle, die ihr mit mir mitradelt überall hin. Es macht Spass mit euch. Und ich denke, das merkt ihr auch :-)

Aber jetzt nochmal zu Gengenbach: 3 Jahre lang wird Andy Warhol Thema sein. Und für die nächste Adventszeit ist wieder besonderes geplant. In einem der Räume hing eine Grafik Untitled, eine Leihgabe aus dem Museum Frieder Burda. Es ist das Portrait von Stuart Preston. Was ist das besondere an diesem Bild? Stuart Preston war von 1949 - 1965 einflussreicher Kunstkritiker der New-York-Times. Grund genug von Andy Warhol für die Grafik. Denn es kann nie ein Nachteil sein, dem Kunstkritiker zu schmeicheln. Aber was hat das jetzt mit uns zu tun oder mit der Ausstellung in Gengenbach?
Zum Ende des 2. Weltkriegs wurde von Eisenhower die Truppe der Monuments Man eingesetzt, um in Deutschland die während des Krieges zur Sicherung in vielen Bergwerken ausgelagerten Kunstschätze ausfindig zu machen und zu bergen. Der Kunstexperte Stuart Preston war der Kommandeur und ihm hat Deutschland zu verdanken, dass wir die Kunstwerke des Preussischen Kulturbesitzes nicht in Museen in Moskau anschauen müssen, sondern in Berlin, Potsdam, ... bei uns. Über den preussischen Kulturbesitz auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone konnte die Sowjetunion verfügen. Stuart Preston erreichte mit intensiven Verhandlungen, dass dieser Kulturbesitz als zentraler Bestandteil der deutschen Kultur in Deutschland verblieb.
Und jetzt zu Gengenbach. Alle Ausstellungen rund um den Adventskalender haben immer irgend einen Bezug zu Gengenbach. Die Verbindung zu Andy Warhol ist die Familie Burda und das Medienhaus. Die Burdas haben in Gengenbach gelebt. Über die Medien wie Burda Moden wurde Andy Warhol die Plattform gegeben, auch in Europa bekannt und berühmt zu werden. The Three Gentleman (Museum Frieder Burda) zeigen die Burdas. So kam Andy Warhol Kunst jetzt nach Genngenbach, nachdem die letzten 3 Jahre intensiv mit der Andy Warhol Fondation New York zusammen gearbeitet wurde. Und jetzt über die Geschichte um den preussischen Kulturbesitz wird aus eben diesem geschöpft für die Adventsausstellung im Jahr 2017.

Ausserdem wird es über die Passionszeit, Ostern in Zusammenarbeit mit dem Zeit-Magazin die Ausstellung geben "Das Leben nach der Hölle - die Mädchen von Boko Haram".

Wohl ein starker Kontrast zur jetzigen friedvollen, fröhlichen und besinnlichen Zeit.
Hochsitz auf dem Rehberger Kunstpfad 24 Stops von Riehen nach Weil am Rhein



Und jetzt noch etwas zum Thema Besinnlichkeit

ich bin letzten Sonntag mittag (11.12.2016) mal schnell nach Baden-Baden geradelt in die aktuelle Ausstellung im LA 8 "Technische Paradiese Die Zukunft in der Karikatur des 19. Jahrhunderts".

Ein Zitat von Albert Robida von 1919 ist jetzt 100 Jahre später noch aktueller

"Sie werden ihren Alltag im Räderwerk einer total mechanisierten Gesellschaft verbringen, in einem Maße, dass ich mich frage, wie sie noch die einfachsten Freuden geniessen wollen, die uns zur Verfügung stehen: Stille und Einsamkeit."

mechanisiert kann man heute vielleicht durch digitalisiert ersetzen

Aber ganz so pessimistisch will ich das doch nicht stehen lassen,

Friedrich List sah 1837 die Perspektiven eines neuen Zeitalters:

"Die Eisenbahn ist Herkules in der Wiege, der die Völker erlösen wird von der Plage des Krieges, der Teuerung und Hungersnot, des Nationalhasses und Arbeitslosigkeit, der Unwissenheit und des Schlendrians"

In diesem Sinne also nochmal besinnliche Tage und nach den Feiertagen ist das vielleicht ein Ziel für ein Radtour.

Samstag, 17. Dezember 2016

Was tut sich noch, jetzt, nachdem die großen Touren geradelt sind?

Die nächsten Termine, zu weiteren Informationen weiter runter scrollen:

09.12.2016 Freitag 18:30 Weihnachtsfeier im Schlosscafe:
viel Platz hatten wir, es war nicht laut, und es ist immer wieder entspannend, bei Familie Campanella mit deren wohlschmeckenden italienischen Küche einzukehren.
So abseits vom lauten Trubel habe ich es wohltuend beim letzten Mal empfunden.
Ich habe deshalb diese Woche wieder unseren Besuch angekündigt und für uns einen Tisch reserviert.
Bitte gebt mir Bescheid, wenn ihr kommt, damit ich und vor allem das Schlosscafe disponieren können. Denn im Winter hat das Schlosscafe abends normalerweise nicht geöffnet. Der Tisch wird dann speziell für uns gedeckt :-)





17.12.2016 Samstag 15:09 (oder auch 14:09) Gengenbach Adventskalender
mit Bildern von Andy Warhol. 18:00 Öffnungszeremonie
Eigentlich ein Muss, und schon eine Tradition. Vor allem, weil in diesem Jahr wieder was Neues, Grossartiges beginnt. Andy Warhols Bilder kommen von New York nach Gengenbach. Mit einer begleitenden Ausstellung im Museum Haus Löwenberg.
(Hier gilt der Museumspass).
Zurück 18:45 (Karlsruhe 19:48)

Weiteres, insbesondere auch zu den beiden Abfahrtszeiten für die Hinfahrt siehe weiter unten.
=============================================


04.12.2016 Sonntag 09:09 Fondation Beyeler in Riehen (Basel)

Die Sonne hatte den Nebel verscheucht, bis wir mit dem Zug in Weil am Rhein waren.
Die "Wandergruppe" fuhr noch mit der S-Bahn ein Stück weiter und wanderte dann den halben Kunstpfad bis Beyeler.
Für unsere kleine Radlergruppe ging es dann mit dem Rad hinauf zum Vitra Campus, wo wird den Kunstpfad in seiner vollen Länge abradelten, inclusive der Steigung zum Weinberg. Da uns die Sonne auf den Rücken brannte und wir zu warm angezogen waren, war natürlich Schieben erlaubt. Zumal ich mir auf der Terasse von Vitra Design die Gans mit Rotkohl und Knödeln habe entgehen lassen. Schade, schade, aber ich konnte ja die anderen nicht warten lassen. Und es wären ja auch zuviel der Genüsse, Kandinsky war schliesslich das Ziel nach dem Kunstpfad :-)
Und es war eine wunderschöne Ausstellung mit äusserst informativen Vorträgen zu den Zusammenhängen. Eurythmie, die die Farben in Bewegung umsetzten.
Und die "Bilder einer Ausstellung" von Mussorgsky, der ja unbedingt dazugehört, klingen mir immer noch im Kopf.
Denn der Grundgedanke ist, dass ein Kunstwerk nur ein Kunstwerk ist, wenn es ausstrahlt, beim Betrachter etwas bewegt. Im Almanach werden ja nicht nur Bilder vorgestellt, sondern auch Musik in Noten. Eine Partitur ist ja genau genommen, ebenfalls etwas abstraktes. Ein Musiker hört schon die Melodie, wenn er sie liest, alle anderen brauchen ein Medium dafür. Die Führerin sang Passagen in Ermangelung eines Klaviers, in einem anderen Raum setzte eine Tänzerin die Farben in Bewegung um. Farben bedeuten Bewegung, Farben bedeuten Musikinstrumente, mit einem Bild kann man auch eine Fuge malen. ...
Ich bin immer noch ganz beeindruckt und bewegt

08:45 Treffpunkt Bahnhofsbuchhandlung HBF KA
09:09 Gleis 6 
Bitte vorher anmelden, wenn noch nicht geschehen. Auch, falls jemand angemeldetes nicht mitfahren kann.
Aber durch das zeitige Treffen, bin ich flexibel, die letzten Fahrkarten kaufe ich erst nach 8:45 
Kandinsky, Marc & Der Blaue Reiter   

zur Ausstellung habe ich ein Stück weiter unten mehr beschrieben,
ebenso zum Kunstpfad Rehberger-Weg 24 Stop's weiter unten und in einem gesonderten Post.

Museumspass nicht vergessen !!!!
Organisatorisches: Wir treffen uns wie immer an der Bahnhofsbuchhandlung im HBF KA. Wir nehmen die Schwarzwaldbahn bis Offenburg. Dort steigen wir um in die Rheintalbahn bis Weil-am-Rhein bzw. Basel Badischer Bahnhof. Von dort mit der Tram Linie 6 nach Riehen Fondation Beyeler.
Ich besorge die Baden-Württemberg-Tickets, deshalb bitte vorher anmelden, damit ich diesen Teil schon vorher besorgen kann und wir nicht in Stress geraten. Bis jetzt sind wir eine schöne Gruppe von 10 - 12, die sich für den Blauen Reiter auf den Weg machen.
Wir uns um 8:45, damit ich einen Überblick habe, wieviele definitiv dabei sind.


Alternative 1 kleine Radtour Kunstpfad (mit einer heftigen Steigung): Ein Vorschlag von mir ist, in Weil am Rhein auszusteigen und über den Kunstpfad Rehberger-Weg 24 Stop's zur Fondation Beyeler zu radeln (siehe unten im Blog).
Wer das mitmachen will, muss das Fahrrad mitnehmen.

Ich habe auf jeden Fall mein Birdy dabei.

Alternative 2 ohne Radtour Kunstpfad und ohne Wanderung:
Wer ohne diese kleine Fahrradtour zu Kandinsky will, bleibt im Zug bis zum Badischen Bahnhof (Endstation). Vor dem Bahnhof fährt die Tram Linie 6 Richtung Riehen. Sie fährt alle 10 Minuten (01 11 21 ...) und braucht bis zur Haltestelle Fondation Beyeler 11 Minuten.
Einzelfahrkarten der BVB kosten 3,60 CHF,
Mehrfahrkarten für 6 Fahrten 19,60 CHF (=3,23 CHF /P).

Die Strassenbahnfahrkarten können am Automaten oder am Schalter im Bahnhof gekauft werden. Einzelfahrkarten haben die Gültigkeit bereits aufgedruckt, können also nicht schon im Voraus für die Rückfahrt gekauft werden. Mehrfahrkarten müssen jeweils vor der Fahrt am Automat entwertet werden.

Am Billettautomaten kann man mit EC-Karte, CHF oder EUR-Münzen bezahlen.

Zurück von Riehen geht es ebenfalls alle 10 Minuten (02, 12, 22, ...), Dauer 11 Minuten bis Bad. Bahnhof.

Alternative 3 kleine Wanderung Kunstpfad Stationen 10 - 1:
Hans-Jürgen hat noch eine Variante ins Spiel gebracht, damit man ganz so unsportlich ins Museum geht. Theoretisch könnte man den Kunstpfad auch in seiner ganzen Länge abwandern. Aber ohne Fahrrad ist das zum Laufen doch einiges zu lang, es sind ja nicht nur die 5 km des Kunstpfades, sondern man muss ja noch 2 km zum Vitra-Campus laufen, wo der Weg beginnt.
Im Bahnhof Weil am Rhein kann man auf Gleis 1 12:14 mit der S-Bahn nach Weil-am-Rhein Ost fahren. Von dort geht es zu Fuß zur Hauptstraße Richtung rechts bis zur Station 10 mit einem Bodenkunstwerk auf der Kreuzung und dann abwärts, unten dann links zur Grenze, von dort über die Brücke am alten Zollhaus rechts an der Wiese (#6 Bienenhäuser) nach Riehen auf dem Kunstpfad entlang. Die Fondation Beyeler hat man dabei immer im Blick. Dieser Weg ist rund 2 km lang und zu Fuß für Wanderer zu schaffen.

Rückweg:
Wenn man kein Fahrrad dabei hat, kann man den Weg der Variante 3 auch wieder zurücklaufen.
Man kann aber auch in die Tram Linie 6 steigen und im Badischen Bahnhof in den Zug einsteigen.
Für die Radler empfiehlt sich der Bad. Bahnhof auf jeden Fall, da der Zug hier beginnt. In Weil am Rhein sind dann schon Fahrräder im Zug.

Achtung Radler bitte anmelden!
Ich sollte auf jeden Fall vorher in etwa wissen, wieviele das Fahrrad mitnehmen, damit ich diese bei der Deutschen Bahn anmelden kann. Die Rheintalbahn hat nicht die komfortablen Platzverhältnisse wie die Schwarzwaldbahn. In der Rheintalbahn gibt es ein niederfluriges halbes Mehrzweckabteil im Steuerwagen. Die übrigen Wagen sind Doppelstock-Hochflurwagen mit zum Teil 2-er Klappsitzen für Fahrräder in den Wagenübergängen. 

08:45 Treffpunkt Bahnhofsbuchhandlung HBF KA
09:09 Gleis 6
09:56 Gleis 4 Offenburg umsteigen 11 Minuten
10:07 Gleis 2 OG --> Basel
12:06 Gleis 8 Weil am Rhein   (-->12:14 Gleis 1 Richtung Zell bis Weil Ost)
12:11 Gleis 9 Badischer Bahnhof

Wir haben dann von 13 - 16 Uhr Zeit für Ausstellung, Einkehr

16:48 Gleis 9 Badischer Bahnhof
16:52 Gleis 7 Weil am Rhein  (<-- 16:45 Gleis 1 von Weil Ost 16:40)
18:50 Gleis 3 Offenburg umsteigen 12 Minuten
19:02 Gleis 6 OG --> KA
19:48 Gleis 9 KA

Die Bahnen fahren im Stundentakt


09.12.2016 Freitag 18:30 Weihnachtsfeier im Schlosscafe:
viel Platz hatten wir, es war nicht laut, und es ist immer wieder entspannend, bei Familie Campanella mit deren wohlschmeckenden italienischen Küche einzukehren.
So abseits vom lauten Trubel habe ich es wohltuend beim letzten Mal empfunden.
Ich habe deshalb diese Woche wieder unseren Besuch angekündigt und für uns einen Tisch reserviert.
Bitte gebt mir Bescheid, wenn ihr kommt, damit ich und vor allem das Schlosscafe disponieren können. Denn im Winter hat das Schlosscafe abends normalerweise nicht geöffnet. Der Tisch wird dann speziell für uns gedeckt :-)





17.12.2016 Samstag 15:09 Gengenbach Adventskalender
mit Bildern von Andy Warhol. 18:00 Öffnungszeremonie
Eigentlich ein Muss, und schon eine Tradition. Vor allem, weil in diesem Jahr wieder was Neues, Grossartiges beginnt. Andy Warhols Bilder kommen von New York nach Gengenbach. Mit einer begleitenden Ausstellung im Museum Haus Löwenberg.
(Hier gilt der Museumspass).

Als Termin hat sich der Samstag 17.12.2016 nachmittag herauskristallisiert. Da hat man noch die Gelegenheit, in Gengenbach einzukaufen.
Mehr Informationen weiter unten.

Organisatorisches: Wir treffen uns wie immer an der Bahnhofsbuchhandlung im HBF KA. Wir nehmen die Schwarzwaldbahn bis Offenburg, Gengenbach.
Ich besorge die Baden-Württemberg-Tickets, deshalb bitte vorher anmelden, damit ich diesen Teil schon vorher besorgen kann und wir nicht in Stress geraten.

14:45 Treffpunkt Bahnhofsbuchhandlung HBF KA15:09 Gleis 14 
Bitte vorher anmelden, wenn noch nicht geschehen. Auch, falls jemand angemeldetes nicht mitfahren kann.
Aber durch das zeitige Treffen, bin ich flexibel, die letzten Fahrkarten kaufe ich erst nach 14:45 



Neuer Vorschlag: Ich bin gefragt worden, ob man auch eine Stunde früher nach Gengenbach fahren kann, damit man mehr Zeit für alles hat. Von meiner Seite spricht nichts dagegen. Wenn nicht alle schon um 14:09, also eine Stunde früher fahren wollen, können wir auch 2 Gruppen bilden. Wir müssen nur darauf achten, dass wir die BW-Tickets optimal ausnutzen.
Gebt mir bitte Bescheid :-)

Es haben sich jetzt auch 2 Gruppen gebildet. Die grosse Gruppe fährt  um 14:09 und trifft sich um 13:45. Mit dieser fahre ich dann mit.

Die spätere Gruppe ist dann viel kleiner, bis jetzt sind es 3, die sich ein BW-Ticket teilen. Hier müsste dann eine/r das BW-Ticket  besorgen, für die, die eine Fahrkarte brauchen (Kinder unter 6 Jahren, Personen mit entsprechenden Ausweisen sind frei und brauchen nicht auf das BW-Ticket gezählt werden).
Verrechnen tun wir das dann in Gengenbach oder auf der Rückfahrt, damit alle das gleiche zahlen.
Die zweite Gruppe hole ich dann am Bahnhof Gengenbach ab.

Damit alle sich ihre Wünsche erfüllen können, Museum, Abtei, Weihnachtsmarkt, Shoppen, ... ist dann der gemeinsame Treffpunkt um 18 Uhr an der Bühne am Rathaus zur Adventskalender-Türöffnen-Zeremonie



Frühere Fahrt
13:45 Treffpunkt Bahnhofsbuchhandlung HBF KA
14:09 Gleis 6
15:05 Gleis 2 Gengenbach


Spätere Fahrt
14:45 Treffpunkt Bahnhofsbuchhandlung HBF KA
15:09 Gleis 14
15:56 Gleis 5 Offenburg umsteigen 8 Minuten
16:04 Gleis 7 OG --> Gengenbach
16:11 Gleis 2 Gengenbach

Stadtspaziergang durch das historische Gengenbach, Weihnachtsmarkt
Empfehlenswert Museum Haus Löwenberg, es gilt der Museumspass
18:00 Zeremonie zum Türöffnen

18:53 Gleis 1 Gengenbach
19:48 Gleis 9 KA


Wenn es uns gefällt, können wir auch länger bleiben, das Museum Haus Löwenberg schliesst erst um 20 Uhr. Wir müssen uns nicht hetzen, wir können in dieser Zeit auch entschleunigen :-)


Die Bahnen fahren im Stundentakt, allerdings muss man auf der Rückfahrt zu den ungeraden Stunden die SWEG um :46 nehmen, um in Offenburg in den IRE zu steigen, da dieser in Gengenbach nicht hält.
In Karlsruhe kann man alle geraden Stunden ohne Umsteigen nach Gengenbach fahren.


In Gengenbach brauchen wir kein Fahrrad, der Bahnhof ist keine 2 km vom Geschehen entfernt.

Und übrigens, wer noch Geschenke sucht, Gengenbach hat einen großen, handwerklichen Weihnachtsmarkt und der Museumsshop im Haus Löwenberg bietet besonderes und viel Auswahl. Und da gibt es nicht nur Andy Warhol sondern auch den Knödelfresser <grins>


Weitere Informationen zur Veranstaltung in Gengenbach biite ans Ende des Posts scrollen :-)

Soviel zur Adventszeit, damit werden die kürzer werdenden Tag doch schon ein wenig weniger schrecklich :-)
Und danach werden die Tage auch schon wieder länger, versprochen !

********************************************************************************
********************************************************************************

Aber es gibt noch weitere Ausblicke:
Im nächsten Jahr mache ich unter anderem eine Tour nach Colmar. Die Stadt ist wunderschön. Und mich reizt das völlig neu gestaltete Musée Unterlinden. Das Unterlindenmuseum wurde erweitert und ist moderner geworden – doch der mittelalterliche Isenheimer Altar Grünewalds bleibt sein Zentrum.

Jetzt wieder zurück zum Hier und Jetzt:
In der Fondation Beyeler in Riehen (bei Basel) ist, wie man überall in Karlsruhe an den Litfaßsäulen sehen kann, im September eine neue Ausstellung zu sehen: 
Kandinsky, Marc & Der Blaue Reiter    4. SEPTEMBER 2016 – 22. JANUAR 2017

Kandinsky kam vom Malen in sein Atelier, die Nachmittagssonne tauchte ein Bild, das hochkant an einer Wand lehnte in ein ganz magisches Licht, sodass Kandinsky das Bild nicht erkannte und fasziniert war. Als er am nächsten Tag das Bild untersuchte, war es bei Tageslicht wieder ein ganz normales Bild mit Gegenständen. Nichts mehr von der Faszination mit dem speziellen Licht. Das leitete bei ihm den Wandel ein, nicht die Gegenstände, wie in der Malerei der Vergangenheit, sind das Entscheidende, sondern erst das, was das Bild ausdrückt, ist der Sinn der Kunst. Einen Busch dekorativ blau malen, macht keinen Sinn, wenn man es nur macht, weil es schön ist. Wenn die Pferde in der Landschaft blau sind, wird dadurch, das besondere, das einem Pferd inne ist betont. Das Pferd wird hervorgehoben, weil es beim Betrachter einen besonderen Eindruck hinterlässt.
Somit sind diese Bilder mit denen der vergangenen Zeiten gleichwertig, wenn diese Bilder eine Botschaft, einen Eindruck aussenden. Denn nicht der Stil des Bildes ist entscheidend sondern nur das, was es ausdrückt. Denn die Stile wechseln immer wieder, die Botschaft bleibt. Das führte dann 1911 zur Schaffung des Almanachs, mit Franz Marc als Herausgeber. Hier wurden Bilder, Zeichnungen aus allen Epochen und Kulturen, auch Kinderzeichnungen gesammelt. Entscheidend war in diesem Almanach nicht, wie bedeutend die Künstler waren, sondern was die Bilder ausdrückten. Auf vielen Seiten wurden 2 Bilder, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun hatten, einander gegenübergestellt, wenn er fand, dass die Botschaft das gleiche ausdrückt.
So sind in dem Almanach auch die 3 Votivbilder der Kirche St. Nikolaus in Murnau "Schmerzhafte Muttergottes". Auf diesen sind Unglücksfälle dargestellt, wo es um Leben und Tod geht. Obendrüber die Schmerzensmutter von der Strahlen ausgehen, die hellste Strahlkraft geht dabei zum dem Unglücksopfer, dass Hilfe herbeigefleht hatte. Diese Bilder aus dem 17. Jahrhundert waren in der Mitte des Almanachs, weil sie genau das ausdrückten, was Kandinsky ausdrücken will. Der Betrachter erkennt spontan an diesem Strahl des Geistes die Wirkung. Zu Materie gehört zwingend Geist, wenn eine Entwicklung angestossen werden soll. Die Almanache sollten als Jahrbücher rauskommen, aber zum einen setzte der 1. Weltkrieg dem ein vorläufiges Ende und danach war er mit dem Konzept von Kandinsky als Jahrbuch unbezahlbar.

Und noch was schönes. Während ich mir die Bilder anschaute, hatte ich das Gefühl, Mussorsky's Bilder einer Ausstellung zu hören. Es passte dazu. Die Töne kamen aus dem Videoraum am Ende des Wintergartens. Der Film war an einigen Stellen im Hintergrund leise mit diesen Melodien unterlegt. Einfach zum träumen :-)

Als ich im Saal 7 der Ausstellung Beyeler mich in diesen Almanach vertiefte muss ich an eine aktuelle Ausstellung in unserem ZKM hier in Karlsruhe denken.
Aby Warburg. Mnemosyne Bilderatlas bis zum 13.11.2016: Auf 63 Tafeln stellte er eine Sammlung aus der Vergangenheit, aus allen Kulturen bis zu seiner Zeit zusammen und stellte es auch in einen Kontext. Das mal nebenbei, die Ausstellung geht nur noch bis zum 13.11.2016.

Wenn wir morgens um 09:09 in Karlsruhe mit der Schwarzwaldbahn losfahren, in Offenburg umsteigen, sind wir um 12:11 in Basel. Mit dem Rad können wir auch schon in Weil aussteigen und von dort direkt nach Riehen radeln.
Wenn wir den Zug zurück um 16:48 nehmen, sind wir um 19:49 in Karlsruhe.
Die Bahnen fahren stündlich. Wir können mit dem BW-Ticket fahren, die Fahrradmitnahme ist kostenlos.

Wenn man schon dorthin fährt, schlage ich folgenden Kunstgenuss pur vor:
Vitra Design in Weil und Beyeler Kandinsky in Riehen ist für einen Tag zuviel.
Aber seit 2015 und vervollständigt 2016 gibt es auf den 5 km zwischen Vitra Design und Beyeler das länderübergreifende Kunstprojekt 24 STOPs von Tobias Rehberger. Auf diesem Radweg durch Feld, Flur und Weinberge sind 24 Stationen zum Schauen und Erleben. Siehe auch meinen getrennten Post hierzu.

Wir nehmen die Schwarzwaldbahn 9:09 Karlsruhe HBF
Wir fahren mit dem Zug bis Weil.  Da sind wir dann gegen 12:00. Vom Bahnhof radeln wir zum Campus Vitra Design. Das ist grade die Straße runter. Dann den Rehberger-Weg mit den 24 STOPS nach Beyeler in Riehen. Dann haben wir noch genug Zeit bei Kandinsky.
Um dann um 16:48 wieder mit dem Zug zurückzufahren.

Wer hat Lust mitzufahren? Meine Lust ist bei der Planung nochmal gestiegen, ich schaue es mir auf alle Fälle an :-)

Kunstpfad Rehberger-Weg 24 STOPS

Siehe hierzu auch meinen gesonderten Post dazu, als ich am 1.11.16 mir den Kunstpfad angeschaut habe.

° «24 STOPS»

Der Rehberger-Weg verknüpft über eine Länge von rund fünf Kilometern zwei Länder, zwei Gemeinden, zwei Kulturinstitutionen – und unzählige Geschichten. Er verläuft zwischen Weil am Rhein und Riehen, zwischen der Fondation Beyeler und dem Vitra Campus. Geleitet von «24 Stops», 24 Wegmarken des Künstlers Tobias Rehberger, lässt sich eine einzigartig vielfältige Natur und Kulturlandschaft erkunden. So gibt der Rehberger-Weg mit seinen Wegmarken den Anlass, die Geschichte und Geschichten der Umgebung und seiner Menschen kennen zu lernen und neu zu erzählen, und lädt zu einem Ausflug in die Natur ein.






Der Sonntag 4. Dezember macht noch einiges mehr aus diesem Tag. Kandinsky feiert an diesem Tag seinen 150. Geburtstag und ist damit der Tag Des Blauen Reiters:
Anlässlich des nach julianischem Kalender 150. Geburtstags von Wassily Kandinsky feiern wir den Tag des Blauen Reiters. Im Mittelpunkt steht die Vielfalt der Kunstformen, wie sie der Almanach Der Blaue Reiter vorstellt. Spezifische Führungen zu Themen wie z. B. „Musik und der Blaue Reiter“ finden ebenso statt wie Workshops., Vorträge und Performances.
Die Veranstaltung ist im Museumseintritt inbegriffen.
Sonntag, 4. Dezember 2016, 10 - 18 Uhr



Ach ja, in der Fondation Beyeler gilt der Museumspass.









Der Gengenbacher Adventskalender




Bereits seit bald zwanzig Jahren erweist sich das Gengenbacher Rathaus in der Adventszeit als magischer Anziehungspunkt: Es verwandelt sich mit seinen 24 Fenstern in das weltgrößte Adventskalenderhaus.





Andy Warhol Artwork © The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc.; background modified by Museum Haus Löwenberg Gengenbach in 2016


      
Kommen, schauen, staunen: Rund 100.000 Besucher aus Nah und Fern waren es allein in der zurückliegenden Adventszeit, die sich von dem allabendlichen Ritual in den Bann ziehen ließen, das mit Musik, Spiel und den warm hinterleuchteten Fenstern das Gengenbacher Rathaus in eine „Schatztruhe der Fantasie“ verwandelt.

Bilder von "Andy Warhol"

Aufmerksam geworden bin ich durch einen Artikel in den BNN, wo geschrieben wurde, dass sie extra in New York in der Andy Warhol Foundation zusammen Motive gesucht haben, die sich für die Hinterglasbeleuchtung eignen. Mehr wird man im Museum Haus Löwenberg erfahren, dort ist dann ein Thema die Verbindung von Andy Warhol zu illustren Künstlern von Beethoven über Goethe bis Beuys.

Es sind viele Leihgaben vom Frieder-Burda-Museum.

Und das ist auch wieder wie in der Vergangenheit der Bezug zu Gengenbach. Die Adventskalender hatten immer einen Bezug zu Gengenbach. Frieder Burda wurde in Gengenbach geboren. Über die Burda-Medien entwickelten sich über die Werbegrafiken Kontakte zu Andy Warhol in einer Zeit, wo Warhol in Deutschland noch völlig erfolglos war. Daraus entwickelte sich eine Beziehung, in der Frieder und Hubert Burda viele Grafiken von Andy Warhol sammelten. In jahrelanger Vorarbeit wurde dann in enger Abstimmung mit der Andy Warhol Foundation zusammengestellt, was sich für die Hinterglasbeleuchtung eignet. Das Motiv mit dem Schuh bezieht sich dabei auf seine Werbekunstwerke für die Mode, die Katze darauf, dass seine Mutter Unmengen an Tieren zuhause hatte. Das ganze Kunstjahr 2016 war in Gengenbach schon Andy Warhol gewidmet.

Ich denke, da sollte man sich auch Zeit für die Ausstellung nehmen. Ich bin auf jeden Fall gespannt.


Ab dem 30. November bis zum 23. Dezember werden 24 fantastische Motive die klassizistische Fassade des Rathauses verzaubern. Bilder weltbekannter Künstler wie Marc Chagall, Tomi Ungerer, Otmar Alt oder Motive der Kinderbuchhelden aus Jim Knopf und Räuber Hotzenplotz waren hier schon zu bewundern. Im Jahr 2016 erstrahlen nun Bilder von Andy Warhol, hauptsächlich frühe Werke aus seiner Zeit als Illustrator in New York, aus den Fenstern des Gengenbacher Rathauses.
Um 18 Uhr beginnt jeden Abend das Fensteröffnungs-Ritual. Würziger Duft schwebt durch die kalte Luft, angeregtes Stimmengewirr, fröhliches Lachen... Plötzlich wird es still. Es ist genau 18.00 Uhr. Das Rathaus liegt im Dunkeln. Ein Licht, viele Lichter, magisches Blau, Rot und Silber streifen über die prächtige 200 Jahre alte Rathausfassade, steinerne Figuren erwachen zum Leben. Und dann: das erste Fenster des Adventskalender-Rathauses öffnet sich.

Natürlich darf dann auch nicht die Andy Warhol - Ausstellung im Museum Haus Löwenberg fehlen.
Ausstellung im Museum Haus Löwenberg

Korrespondierend zum Auftritt des Zeichners Andy Warhol am Gengenbacher Adventskalender zeigt das Museum Haus Löwenberg in seinen Räumen Hintergründe. Faszinierende Zusammenhänge und Zugänge zu gestalterischen Mitteln des Pop Art- Künstlers werden erkennbar, darunter die zentrale Rolle von Massenmedien, den illustrierten Zeitschriften von LIFE über VOGUE bis zu seiner eigenen Zeitschrift „Interview“, die als ein Muster heutiger Lifestyle- Blätter angesehen wird.

In erfrischender Präsentation folgt dann als zweiter Schwerpunkt ein Ausschnitt aus dem reichen Bestand von „Deutschen Ikonen“. Nach seinen anfänglichen Misserfolgen war Warhol in Deutschland höchst begehrt, und so ist die große Zahl von Portraits Prominenter aus Geschichte und Gegenwart verständlich. In der Gengenbacher Ausstellung wird dies dokumentiert durch eine Reihe, die von Beethoven über Goethe bis zu Beuys reicht.

Freitag, 16. Dezember 2016

Kunstpfad Rehberger 24 STOPS zwischen Vitra Campus, Weil und Fondation Beyeler, Riehen

So einfach war es gar nicht über den Kunstpfad vom Vitra Campus zur Fondation Beyerle mit Kandinsky. Ich hatte nur den Plan im Kopf, den Wanderplan des Kunstpfads bekommt man am Anfang des Pfads in der Fondation Beyerle. Und ich komme ja in Weil an und radle ihn von hinten her ab.
Es ist der 1. November, aber auf der Terrasse des Restaurants Vitra Design sommerlich warm. Beim Blick über die leckere Kürbisrahmsuppe entdecke ich die Glocke, das Ende bzw. der Anfang der 24 STOPS.
#24 Glocke
#23 Vogelhäuser
Noch sieht es leicht aus, die Kunstwerke sind in Sichtweite und weisen den Weg, es beginnt  mit den Vogelhäusern.

An den Regenbogenpfählen vorbei geht es zum Hochsitz. Man darf auch hochklettern und sieht, dass links ein Stück weiter ein Unterstand steht.
#22 Hochsitz
Doch wie geht es da weiter? Nichts in Sichtweite. Es bleibt eigentlich von der Richtung her nur der Weg den Berg hinauf. Irgendwann muss ich schieben, es wird steil und es ist heiß. 
#19 Baum
Erreicht. Der Baum, auf der Langen Bank kann man sich ausruhen und hinunter auf das Gelände von Vitra Design blicken. Wie geht es weiter? Ich brauche nicht mehr weiter hoch ich kann jetzt an der Bank und Mülltonne vorbei die Höhe halten und erreiche das Fernglas.
#18 Fernglas
Hier oben bleiben und weiter bis zur Strassenlaterne
#17 Strassenlaterne
Auf dem Feldweg weiter zum Billboard, der Wegweiser dahin war eine Wanderin, die mit dem Plan in der Hand mir entgegenkam.
#15 Brunnen
Und jetzt bin ich beim Billboard, der Plakatwand mit dem Plan. Auf dem Plan sieht es ganz einfach aus. Nur der Haken, der schön dick und rot eingezeichnete Weg, verdeckt die Straßennamen und die wären an dieser Stelle, wo sich viele Wege gabeln, wichtig. Prompt wählte ich den mir als wahrscheinlichster erscheinende, es ging zügig bergab. Unten an der Kreuzung wusste ich, dass ich falsch abgebogen bin. Da stand das verspielte Cafe, an das verträumte schöne Erinnerungen verknüpft sind. Aber das hilft mir jetzt nicht weiter, ich stehe hier gerade mal etwas mehr als 1 km von meinem Ausgangspunkt Vitra Design weg. Also wieder die Straße hoch zum Wegweiser.
#14 Billboard
Ich muss ein bischen mehr links schauen, zwischen den blauen Pfählen durch und dann die kleine Anliegerstraße runter in der Hoffnung, nicht in einer Sackgasse oder einem Garten zu landen. 
#12 Wegweiser
Und dann ging die Fragerei los. Durch Lücken hindurch sieht man unten im Tal im Hintergrund hinter dem schnurgeraden Flüsschen Wiese sieht man die Fondation Beyeler. Aber nicht, wie der Kunstpfad dahin geht. "Hier verirrt sich jeder", sagten mit Gartenbesitzer, wir sollten mal Briefe an die Zeitung, das Rathaus schreiben. Ich weiss es jetzt, die Bodenmalerei ist hier das Kunstwerk. Von der oberen zur unteren. Und hier stand ich wieder den beiden Amerikanerinnen gegenüber. Wir lachten, es war jetzt zum 3. Mal. Ich mit meinem Fahrrad bin mehr durch die Landschaft geirrt. Sie irrten zu Fuß, hatten allerdings die Höhenkunstwerke nicht gefunden. Jetzt war es wieder Einfach, unten links halten um man kommt zum Grenzübergang in die Schweiz. Ich radelt nochmal das Stück bis zum Abzweig zurück, den Amerikanerinnen konnte ich jetzt den Weg zeigen. 
Ab hier kann man sich nicht mehr verfahren. Über die Brücke zum alten Zollhaus, da stehen die kunstvollen Bienenhäuser und die Wetterfahne.
#7 Bienenhäuser
Und dann endlich, die Vogelkäfige, wie Seilbahnen auf dem Weg zur Fondation.
#2 Vogelkäfige
Und als 24. Stop dann wieder die Glocke. 5 km ist der Kunstpfad offiziell, ich habe mehr als 8 km gebraucht. Aber beim nächsten Mal weiß ich ja, wo es lang geht.
#1 Glocke
Kandinsky habe ich mir verdient :-) Und diese Schnitzeljagd hat Spaß gemacht, ich hatte ja bombastisches Wetter und radelte durch Landschaften, die mich mit ihrem Farbenspiel schon auf die Philosophie von Kandinski einstimmte.

Freitag, 2. September 2016

Nordsee Haven, unsere Tour


Am 2. September war es dann soweit. Nachts um 1:29 verliess der CityNightLine den Hauptbahnhof Karlsruhe Richtung Norden. In Hannover hatten wir dann fast 2 Stunden Zeit zum Umsteigen. Genug Zeit zum Frühstücken und eine kleine Stadtbesichtigung bevor es dann mit der Bahn über Oldenburg, Sande nach Esens ging. Am Freitag Mittag waren wir dann in Esens. Die Museale Ostfriesische Teestube war unser erster Stopp zum Einstimmen.
Von Esens mitten in Ostfriesland starteten wir dieses Mal unsere Radtour. Im letzten Jahr war der Start in Emden, wir hatten damals ein festes Quartier in Norddeich, von wo aus wir die Nordwestecke mit den Inseln Baltrum inklusive Wattwanderung dorthin und Norderney erkundeten.
Diesmal radelten wir nach Bensersiel, Hornumersiel und in Carolinensiel im Hotel Hinrich und der Ferienwohnung Baltrum war unser erstes Quartier. Am Hafen mit dem kleinen Raddampfer liessen wir den Abend ausklingen.
Am 2. Tag radelten wir über Jever, die Langsamstrasse nach Wilhelmshaven, wo wir in Beans-Park-Hotel (Bett&Bike) übernachteten. Sehr stimmungsvoll und schön eingerichtet, wenn man im Zwischendeck übernachtet, wird man richtig eingestimmt.
Am 3. Tag ging es um den Jadebusen am Skulpturenpfad entlang zur Künsterkolonie Dangast. Nach dem Besteigen des Throns von Kaiser Butjatha und ausgiebigem Matschen im Watt deckte ich mich bei der Seifensiederin mit Wattseife ein und geniesse die wohltuende, energiereiche und gesunde Wirkung des Watts hier zu hause, bis es mich hier wieder mal nicht hält und ich wieder hoch muss. Weiter ging es dann nach Butjadingen in den Eckwardener Hof.
Am 4. Tag ging es weiter an der Küste, das Wetter wurde immer hochsommerlicher, in der Gegend zwischen Tossens und Burhave an der Lagune Butjadingen am Skulpturenpfad und dem Steg wurden die Füsse tief ins Watt eingetaucht. Und schreckten damit die Krebse auf. In Blexen war die Fähre leider immer noch nicht in Betrieb und so ging es mit dem Bus nach Bremerhaven. Die Busfahrerin tat alles, dass wir alle unsere Räder unterbrachten. Faszination im Deutschen Auswandererhaus und am Fischereihafen klang dann dieser Abend aus. Übernachtet haben wir im Havenhostel Bremerhaven mit Blick auf ein Containerschiff auf der einen Seite und den Kopf eines ausrangierten Leuchtturms auf der anderen Seite. 
Am Meer entlang, durch Wälder, schon etwas hügelig ging es am 5. Tag nach Duhnen, Dosse, Cuxhaven. Aufgeregt schaute der Rettungsdienst vom Aussichtspunkt, ob noch jemand auf dem Weg von der Insel Neuwerk ist, die Flut lief auf, die Watt-Pferdewagen, die ich bei den letzten Touren beobachten konnten, waren diesmal demzufolge nicht mehr unterwegs sondern schon auf Neuwerk. Entschädigt wurden wir, es war Hochsommer, am Sandstrand an der Kugelbake konnte man sich in die recht warme Nordsee stürzen, es war allerdings Fussmarsch angesagt, bis das Wasser einigermassen tief war. Es war einfach schön. In der Bucht zwischen der Kugelbake und Cuxhaven klang dieser Abend aus, wir konnten die Containerschiffe beobachten. Im Havenhostel Cuxhaven mit Blick in den Fischereihafen vom Bett aus, war wieder die Verbindung hier zur Oststadt da. Meine Nachbarin ist an der Rezeption. Hier in Karlsruhe haben wir uns eigentlich nie getroffen, auf jeden Fall nicht so, dass wir einander gekannt hätten; dazu muss man halt an die Nordsee fahren. 
Am 6. Tag ging es die Elbe hinauf. Otterndorf und dann über das Gebirge einer Endmoräne bei Wingst zur Schwebefähre über die Oste in Hemmoor. Von dort mit der Bahn nach Hamburg. Reeperbahn, Davidswache. Am Containerterminal Unilever klang dieser Abend aus. Übernachtet haben wir in der Jugendherberge Am Stintfang über den Landungsbrücken.
Am 7. Tag ging es nochmal die Elbe hinab, Alter Schwede, Blankenese, Leuchtturm Wittenberge, wo es am Strand ein letztes Mal diesmal in die Elbe zum Schwimmen ging. Von hier war es dann nicht mehr allzuweit zur Schiffsbegrüssungsanlage Willkomm Höft, wo jedes Schiff mit seiner Nationalhymne begrüsst wird und man allerlei Interessantes zu dem Schiff erklärt bekommt. Und noch was, auch an uns Radler wurde hier gedacht, eine Säule mit Druckluft und allerlei Werkzeug für die kleine Reparatur. Weiter geht es hier in Schleswig-Holstein über Elmshorn, Glückstadt wieder an die Nordsee. Aber für uns endete hier mitten im Beginn des Hochsommers im September die Tour und es ging zurück nach Altona.

Das mal als Überblick.



Zunächst noch eine Bemerkung. Viele Informationen und Bilder zu dieser Tour finden sich in meinem Blog zur Vortour. Hier diese Blogs der Tour ergänzen diese Beschreibung, hier geht es jetzt um das Gemeinschaftserlebnis.
Und das begann schon mal gleich in Esens mit einem Speichenbruch. Dererlei begleitete uns auf der Tour wie die Havenstädte, die man hier mit "V" schreibt. Am Ende der Tour, natürlich kurz vor dem Ziel hinter dem Willkomm-Höft der letzte Speichenbruch, hatten wir deren vier, während wir mit Wilhelmshaven, Bremerhaven, Cuxhaven nur drei der "Haven" hatten. Aber wir wissen jetzt, wo man in Esens Speichen bekommt, wo sie in Carolinensiel auf die Schnelle frühmorgens repariert werden und dass Speichen in Bremerhaven auf dem Weg zum Auswandererhaus auch ruck zuck repariert werden, wenn man zu tatkräftiger Mithilfe bereit ist. Und wir wissen jetzt, für was ein Schutzbrief gut ist und für was weniger.
Hier eines der Korpus delicti, noch seiner Reparatur harrend:
Doch das nur zur Vorgeschichte. Ansonsten war die Tour der reine Genuss. Alles passte. Wir waren eine harmonische Gruppe, das Wetter wurde von Tag zu Tag hochsommerlicher, wir hatten viel Rückenwind, die Nordsee lud zum Bade, das Watt zum waten ein. Radel-, Kultur- und Kururlaub in einem. Und am Schluss wollte eigentlich niemand wirklich nach Hause. Dummerweise hatten wir schon unsere Fahrkarten, die Lehrerinnen mussten zur Konferenz, Dienstpläne und Kunden warteten auch schon.
Aber seit ich entdeckt habe, dass man für ein Deutsche-Bahn-Ticket zu 14 EUR spontan mit dem Birdy an die Nordsee kommt, steigt der Suchtfaktor :-)
Und wie gesagt, wir waren gut drauf.

In Hannover kam unser Nachtzug an, wir hatten fast 2 Stunden, bis es nach Oldenburg weiterging. Zeit für ein kleines Frühstück, bei mir war es Ziegenkäse mit Tomaten und Erdbeeren. Lecker, lecker. Und dann reichte es noch bis zum Stadtkern mit dem alten Rathaus, in dessen Standesamt in aller Herrgottsfrühe bereits eine Trauung stattfand.

Hannover Marktkirche
Gegenüber die Luthersche Marktkirche. Interessant und aufschlussreich die Symbole, die sich wahrscheinlich unterschiedlich interpretieren lassen. An der Kirchturmspitze würde man ein Kreuz oder einen Christkönig oder andere christliche Symbole erwarten. Und praktischerweise auch eine Turmuhr. Aber so fällt als erstes der Davidstern auf. Das Judentum ist schliesslich die Wurzel. Gegenüber ist über dem Davidstern das Kreuz, es weist somit auf diese Wurzel hin. Auf der anderen Seite das Pentagramm, das Symbol des Teufels. Mit diesem hatte Luther ja immer seine Auseinandersetzungen, in der Wartburg erwehrte er sich ja des Teufels durch den Wurf eines Tintenfässchens. Und dann nach vorne das Kreuz, das was man auf dem Kirchturm als Zeichen einer christlichen Kirche erwartet.
Das ist jetzt meine Interpretation, sie könnte passen. Rein logisch.


Das Kreuz über dem Davidstern und darinnen die Turmuhr. Somit ist alles komplett.

Inzwischen sind wir in Esens - Bensersiel angegekommen, Ein eingleisiger Bahnhof irgendwie am Ende der Welt. Der Fähranleger Bensersiel zur Insel Spiekerooge ist noch 5 km weg, man kann mit dem Bus hinfahren oder an einem Tief von Esens aus hinradeln. So wie wir es gemacht haben. Wir radelten von dort an der Küste weiter Richtung Harlinger Siel, Carolinensiel. Hier das Rathaus von Esens. Dann in der ostfriesischen Teestube Stadt Schkür war ein 2. Frühstück ein Muss, auch wenn wir vielleicht erst 1 km geradelt sind. Aber die Stube ist einfach zu schön und die ideale Einstimmung und Entschleunigung für Ostfriesland.

Gestärkt in der Ostfriesischen Teestube mit einem Krabbenfrühstück und die Milch so in den Tee fliessen gelassen, dass kleine Wölkchen aufsteigen, ...


radeln wir jetzt wohlgemut Richtung Neuharlingersiel, unterstützt von Rückenwind. Das Wetter ist noch etwas gemischt.
Neuharlingersiel mit seinem malerischen Fischereihafen
Durch die Hochwassertore geht es jetzt weiter von diesem Siel nach Carolinensiel, der Etappe dieses ersten Tages. Hier gab es auch ein grosses Fahrradgeschäft am Ortsausgang, wo am nächsten Morgen die gebrochenen Speichen ausgetauscht wurden.

Caroline - Cliner Wind, der für Lebensfreude, Weltoffenheit, Tatkraft und Wagemut steht. Aufgestellt zur 275 Jahrfeier von Carolinensiel im Jahr 2005


Schon weiter sommerlicher wurde das Wetter am Morgen des zweiten Tages auf dem Weg nach Jever. Es war 12 Uhr, als wir eintrafen und wir wurden vom Glockenspiel begrüsst. Angeführt wurde der Reigen von Edo Wiemken, dem letzten Häuptling des Jeverlandes und Fräulein Maria seiner Tochter.


Die Stadtkirche von Jever. Im Chorraum ist das bedeutende Edo-Wiemken Denkmal.

Das Edo-Wiemken-Denkmal steht im historischen Chor der Stadtkirche von Jever, den Edo Wiemkens Tochter Fräulein Maria von Jever in eine Grabkapelle umwandeln ließ, damit dort von 1561 bis 1564 das Grabmal für ihren Vater entstehen konnte. Das von Heinrich Hagart geschaffene Grabmal gilt als bedeutendes Zeugnis niederländischer Bau- und Schnitzkunst der Renaissance. Hagart war ein Schüler von Cornelis Floris II., einem bekannten Antwerpener Architekten und Bildhauer.
Das Besondere ist zudem, dass es das Denkmal überhaupt noch gibt. Das Grabmal überstand zwei Brände der Stadtkirche in den Jahren 1728 und 1959, da es früher nicht direkt zugänglich war, sondern sich hinter einer geschlossenen Steinwand befand. Die Steinmauer wirkte wie eine Brandmauer und rettete beide Male das Denkmal vor den Flammen.
Beim Wiederaufbau der Stadtkirche 1962–1964 wurde der ehemalige Chor in den neuen Kirchenbau einbezogen, indem man das neue Kirchengebäude vor den alten Chorteil setzte und die ursprüngliche Steinmauer durch eine Glastrennwand ersetzte, so dass das Grabmal heute angeschaut werden kann.
Edo Wiemken war der letzte Häuptling, seine Tochter Fräulein Maria hatte keine Nachkommen und übergab das Jeverland an das Herzogtum Oldenburg.
 Die Türme der Jeverbrauerei im Hintergrund
Vor der Jever Brauerei. Wenn die Sonne an der richtigen Stelle steht, sieht man die Glastürme schon von weitem reflektieren und sie weisen den Weg Richung Jever.
Der Herr interessiert sich für die Brauerei, während die Frau lieber zurück zum Park, der Stadt und dem Schloss schaut.

Und im Hof des Schlosses von Jever, da laden Trommler zum Tanzen ein.
Nachdem wir im Schlosscafe genossen und uns gestärkt haben, radelten wir weiter. Ich halte die rechte Strassenseite im Auge, die Langsamstraße will ich nicht verpassen. Diese Einmündung in den Wald kam mir bekannt vor und tatsächlich, gefunden!.

Auf dem weiteren Weg hiess es dann Entschleunigen.  Die Langsamstraße. Jede Station lud ein zu rasten, zu den Würmern unter die Erde zu gehen, Spass zu haben.




Ankunft in Wilhelmshaven Beans Parc Hotel. Es geht unkompliziert zu. Man kommt an. Fährt zum Schlüsseltresor. Dann ruft man an und bekommt den Code, um den Schlüsseltresor zu öffnen. Gleichzeitig erfragt man die Nummer des Fahrradschlosses, das im benachbarten Hof das Hoftor zum überdachten Fahrradstellplatz sichert, Beans ist ein Bed & Bike Hotel. So stehen einem jetzt die Zimmer zur Verfügung. Und am Fahrradplatz stand sogar ein Transportwagen, sodass wir bequem das Gepäck zum Hotel karren konnten. Transport der Fahrradpacktaschen zum Hotel.

Schnell unsere Zimmer beziehen und dann Wilhelmshaven erkunden.
Die Kaiser-Wilhelm-Brücke, eine Drehbrücke mit 2 Drehlagern, um grosse Schiffe durchzulassen.



Am nächsten Tag ging es um den Jadebusen nach Butjadingen.
Sehr bald beginnt ein Skulpturenpark. In 7 Stationen wird erklärt, wie von der Vergangenheit bis heute der Deichbau funkioniert. Die Festigkeit gibt ein Kern aus Sand. Aber dieser würde weggespült, wenn er nicht durch den Kleiboden geformt und festgehalten würde. Das ganze wird begleitet durch die Parallelen zu den 7 Tagen der Erschaffung der Welt aus der Genesis. (Weitere Stationen siehe in meiner Vortour unten)
Der Skulpturenweg endet in Dangast, der Künstlerkolonie.

Kunstgewerbe, Cafes, ein Bahnhofschild im grossen Restaurant, das wohl irgendwann einmal das Bahnhofsrestaurant war, .. Hier war die Seifenmanufaktur. Ursel entdeckte die Dangaster Sole-Wattseife. Bei der Seifensiederin konnte ich mir mein geliebtes Watt nach Hause holen. Diese Seife ist genial, für die Füsse ebenso wohltuend wie eine kleine Wattwanderung.  Wenn ich mich damit einseife, schwebe ich kurz mal schnell an die Nordsee.
Vor der Künstlerkolonie Dangast steht im Watt der Thron des Kaisers Butjatha. Gelegenheit durch das Watt zu waten, um auf dem Thron Platz zu nehmen. Doch kaum hatte ich das getan, schob sich eine schwarze Wolke heran, ein Blitz schlug ein und die Schleusen des Himmels öffneten sich. So waren wenigstens meine Füsse wieder gewaschen, bis ich oben war.
Wenn man Dangast verlässt, kommt man gleich an der Station Varel der mitteleuropäischen Gradmessung vorbei, wo 1866 die Erde vermessen wurde. Die letzte Vermessungsstation auf unserem Weg war in Jever. Die nächste ist in Langwarden, wo wir heute abend sein werden.
Und übrigens, wenn sich jemand noch an den alten 10-Mark Schein erinnert, auf diesem war dieses Vermessungsblatt zu sehen.




Und wieder ein Speichenbruch, der Regen holt uns wieder ein, ich erkläre die weitere Tour, zeige, dass es keinen alternativen Übergang über die Weser gibt, und wir, wenn die Fähre noch außer Betrieb ist, den Busersatzverkehr nehmen müssen.
Wir kommen jetzt am  Schwimmenden Moor vorbei. Der Deichbau an dieser Stelle war in der Vergangenheit immer fast ein Ding der Unmöglichkeit. Der Deich war immer zu niedrig. Mühsam wurde er mit Kleiboden aufgeschüttet und erhöht. Aber das währte nicht lange und der Deich war wieder so niedrig wie vorher. Und bei der letzten Erhöhung war die Wirkung nur die, dass der Deich wieder versank und sich dafür die Straße auf der anderen Seite um 2 Meter anhob. Der Grund ist, dass unter dem Watt mächtige Torfschichten liegen. Irgendwann rammte man riesige Spundwände an diese Schwachstelle des nicht zu realisierenden Deiches. Die Naturkräfte von Ebbe und Flut sind aber natürlich geblieben. Wenn das Hochwasser landseits drückt, hebt sich jetzt dass Moor und die ganze Landschaft schwimmt jetzt zwischen dem Meer im Jadebusen und der Spundwand. 

Endlich kommen wir wieder auf festeres Land und wir können wieder von der Strasse runter auf die Deichstraßen.
In Eckwarden war es dann soweit, wir werden von einem phänomenalen Regenbogen empfangen, extra für uns installiert. Und damit haben wir den Regen endgültig hinter uns gelassen, ab jetzt beginnt der Hochsommer. Ankunft im Landgasthof Eckwarden. Das Schollenfilet ist die Spezialität. Lecker, zart und vor allem, man muss sich bemerkbar machen, wenn man satt ist. Denn der Kellner legt immer wieder neue Schollen auf den Teller, wenn sie zur Neige gehen.
Auf der anderen Strassenseite das historische Ortszentrum mit Feuerwehrhaus, Schule,  Kirche,  Friedhof, Gerichtskeller, Schandpfahl.







Der Glockenturm ist nicht das Türmchen auf der Kirche, sondern dieses Glockenhaus. Früher gab es noch nicht  die Technik der Spundwände. Bei diesem nachgiebigen Boden war es unmöglich, die grossen Kirchtürme im Lot zu halten, irgendwann begannen sie sich zu neigen. Wie man es sehr oft in Friesland sieht. Also baute man abseits diese Türme. Diese haben auch den Vorteil, dass man sie von der Straße aus bedienen kann, wenn Gefahr in Verzug ist. Die Türen unten können geöffnet werden und dort stehen dann  neben den Bedienelementen für die Glocken die Anweisung, welche Glocke wie geläutet werden muss, bei Brand, Überschwemmung, und anderen Arten von Katastrophen. Das sind  noch Ortsgemeinschaften, wo jeder sich für jeden verantwortlich fühlt.
Dazu passten irgendwie auch die Wahlplakate, die für die Kommunalwahl überall hingen. Themen aus dem Alltagsleben, die den Leuten auf den Herzen liegen. Und Wahlplakate, wo man sich ein Lachen manchmal nicht  verkneifen konnte. Bei einer Kandidatin konnte man sich des Eindrucks nicht verwehren, "hilfe, wählt mich auf keinen Fall".  

Und jetzt war der Regen endgültig vorbei, der Hochsommer war im Anmarsch.
Im Eckwardener Hof war unser nächstes Quartier
Eckwarden  mit Gerichtsbarkeit (öken = ausgleichen, das "Eck" im Namen), ein Warftort ("warden" im Namen). Der Gerichtsort war in den Grabkellern.


Am nächsten Tag radelten wir um Butjadingen.
Aber zuvor war mal wieder Speichen richten angesagt.
Vom Seebad Tossens sieht man am gegenüberliegenden Ufer den Jadeport 2000, den neuen Containerhafen nördlich von Wilhelmshaven. Er ist ausgelegt für die riesigen Containerschiffe, damit will er seine Vorteile gegenüber Bremerhaven und erst recht Hamburg ausspielen. Die riesigen Containerschiffe mit Ziel Hamburg können voll beladen den Containerhafen in Hamburg nur auf der Flutwelle erreichen. Deswegen gibt es Pläne, die Elbe zu vertiefen, was aber aus Naturschutzgesichtspunkten äusserst umstritten ist. Denn in die Vertiefung fliesst ja Meerwasser und kein Süßwasser der Elbe, was die Flora und Fauna der Elbemündung zwischen Hamburg und Cuxhaven gravierend verändert. Und überlagert wird das ganze durch die jahrhundertealte Konkurrenz zwischen der Hanse und Oldenburg in Niedersachsen. Wobei Bremerhaven selbst seine Existenz wiederum dieser Abneigung des Fürstentums Oldenburg zur Hansestadt Hamburg verdankt. Als Bremen wegen der Verlandung der Weser schon vor 200 Jahren für immer weniger Schiffe erreichbar war, wurde ein neuer Hafen gebraucht. Aber Cuxland mit Cuxhaven gehörte zum grössten Teil zur Hanse Hamburg. Mit Ausnahme der Dörfer im Gebiet des heutigen Bremerhavens. Das gehörte nach dem Anschluss von Jeverland (siehe weiter oben Fräulein Maria, die Tochter des Häuptlings Edo Wiemken im 16. Jh) an Oldenburg zum Herzogtum. Und Oldenburg verkaufte das Land an die Hanse Bremen, um diese gegenüber Hamburg zu stärken. Bremerhaven ist jetzt Teil der Hansestadt Bremen, auch wenn es keine Landverbindung zwischen diesen beiden Städten gibt. 

Zwischen Tossens und Burhave, an einem Skulpturenpfad, war an einem langen Steg wieder Gelegenheit, Kraft im Watt zu tanken. Beobachtet von Krebsen, die überall schauten, was das wohl los ist.
Amir Omerovic: Blick über Horizonte an der Kunstpromenade Butjadingen bei Burhave, Eine Figur mit Durchbruch und die Giraffe dazu: Welthandel am Wasser / Archaische Krangiganten / Schiffsbäuche schlucken Autos / Verschwommene Zukunft 
An die Giraffen wird man in allen Caontainerhäfen erinnert, die Kräne erinnen an riesige Herden dieser langhalsigen Tiere.


Gisela Eufe: Der Blick
Die Skulptur mit dem Titel "Der Blick" sucht den Dialog mit dem Betrachter und wird nur durch ihn vollständig. Durch die Blaufärbung werden die Details der menschlichen Gestalt zurückgenommen und die Geste des Herabblickens betont. Die über vier Meter hohe Skulptur steht am Strand von Burhave.
Cornelia Brader: Die Badende
Prüfender Wetterblick / Unschlüssig / Mut zum Wasser







Weiter geht es Richtung Blexen, wir liegen gut in der Zeit für das Deutsche Auswandererhaus.
Links der Containerhafen von Bremerhaven, rechts die Stadt mit Congresszentrum, Auswandererhaus, Klimahaus, Zoo, ... Fischereihafen.




Bremerhaven war leider immer noch nicht mit der Fähre zu erreichen. Im Juni rammte ein steuerloser Frachter die Landungsbrücke. Sie sollte schon längst wieder repariert sein aber es verzögerte sich von Woche zu Woche. Fährersatzverkehr mit Bussen, allerdings nur stündlich und mit einer Fahrtdauer von fast einer Stunde anstatt alle 20 Minuten und einer Überfahrt von 12 Minuten. Die Busfahrerin gab Tipps, wie man den Bus am besten ausnutzt, verteilte Spanngurte und zum Glück waren ausser uns nur wenige andere Radler, sodass wir alle mit dem 14-Uhr-Bus rüberkamen und viel Zeit für das Auswandererhaus hatte.

Mit dem Ersatzbus durch den Wesertunnel unter der Weser ans Ufer von Bremerhaven.
Und das wäre der Fähranleger Bremerhaven gewesen.
Es blieb sogar noch Zeit, um in einem Fahrradgeschäft einen erneuten Speichenbruch zu beheben.

Bremerhaven Oberfeuer: 1854 im Stil der norddeutschen Backsteingotik vom Architekt Simon Loschen aus Bremen erbaut. 39 m hoch. Heute noch zusammen mit dem rot-weissen Unterfeuer (1893) neben dem Zoo (Minarett) in Betrieb als Feuerlinie flussaufwärts Richtung Blexen (gegenüberliegendes Ufer, Fähranleger) in Betrieb. Wird auch als beliebtes Standesamt genutzt. 
Auswandererhaus, Central Station, New York: Das Auswandererhaus ist beeindruckend, man bekommt eine Identität, mit der man durch die Wartehalle zum Kai mit dem Auswandererdampfer geht. Im Licht der Strassenlaternen Abschiedsstimmung, die Geräusche des Wassers, der hohle Klang vom Dampfer, Gespräche.
Man geht aufs Schiff, kommt zum Beispiel je nach Identität in New York an. Man muss den Einbürgerungstest bestehen, Central Station als Tor in das neue Leben. Oder wandert, wie meine Identität die 2.000 km zum Ziel, weil man sich die Bahnfahrt nach der Überfahrt nicht mehr leisten kann.
In der 2. Hälfte ist es dann umgekehrt, Deutschland als Einwanderungsland, man bekommt die Identität eines Einwanderers. 2 Stunden sollte man mindestens einplanen.

Der Hafen mit Congresszentrum, Klimahaus, Auswandererhaus (links beim Schiff).
Den Abend liessen wir dann im Fischereihafen ausklingen. Ein Fischlokal neben dem anderen.

Zurück über das Congresszentrum, Klimahaus zum Havenhostel Bremerhaven in der Abenddämmerung.

Der eigentliche Hafen ist dann der grosse Containerhafen, durch den wir am nächsten Morgen radelten. Schon vom Bett des Havenhostels hatte man einen Blick auf ein grosses Containerschiff.

Das Havenhostel Bremerhaven ist eine ehemalige denkmalgeschützte Kaserne. Wunderschöne Zimmer, reiches Frühstücksbuffet, Fahrradraum und ein Fahrradservice ist auch nicht weit weg Richtung Stadt. Diesen haben wir auch gleich nach der Ankunft um 15 Uhr für die Speichenreparatur gebraucht.

Die Kräne wie eine lange Reihe von Giraffen, dazwischen wuseln wie Ameisen die Transporter mit den Bauklötzen, die sie von den Kränen abgeholt haben und zu ihrem Bestimmungsort bringen. Die Bauklötze sind natütlich Container.

Jetzt radeln wir weiter Richtung Cuxhaven, Hochsommer.

In Dorum Stärkung zum Beispiel mit in Sherry eingelegtem Hering. Und zum Desert dann noch Eis aus der Waffel.
Vor Sahlenburg mit dem Naturschutzzentrum, dem Aussichtspunkt mit Blick hinüber zur Insel Neuwerk wird es hügelig. Hier der Blick auf die "Pass-Strasse". Wir standen oben auf der Aussichtsplattform und lachten uns kringelig, wenn die Radler ankamen und entweder gleich abstiegen und schoben oder es mit Müh und Not bis zur Hälfte schafften und entkräftet dann doch abstiegen. Die ganz sportlichen schafften es unter Aufbietung der letzten Reserven bis zum "Plateau".
Der grosse Teil liess allerdings per eBike fahren.
Die Pferdewagen durch das Watt, die ich bei der Vortour (Bilder siehe dort) beobachten konnte, sahen wir diesmal leider nicht mehr. Sie waren schon auf Neuwerk, die Flut lief bereits auf.
Weiter ging es über Duhnen, Döse zur Kugelbake, dem Wahrzeichen Cuxhavens.
Hier endet der Weserradweg und wir setzen unsere Tour auf dem Elberadweg fort. An dieser Stelle ist auch das Denkmal für die erste Funkverbindung nach Helgoland und die Aufnahme des Seefunks.
Die Kugelbake ist das Seezeichen, dass die Einfahrt in die Elbe markiert. Sie ist hier freilich nicht als Fluss erkennbar, sie ist mehrere Kilometer breit und am anderen Ufer ist bereits Schleswig-Holstein. Bojen markieren die Fahrrinne für die Schiffe.
Und es war Hochsommer Anfang September. Bevor es zum Abendessen in der Bucht ging, war es nach der Hitze des Tages eine Wohltat, sich in die Fluten zu stürzen. Wobei erst ein Fussmarsch durch das auflaufende Wasser angesagt war, bis das Wasser am Rande der Fahrrinne tief genug zum Schwimmen war. Es war ein Genuss, das Wasser war warm, Sandstrand.



Der Semaphor zeigte die Windrichtung und Windstärke von Borkum und Helgoland an, so dass die Kapitäne sich auf das einstellen konnten, was sie auf See erwartete. Dahinter der Hamburger Leuchtturm.


In der Bucht zwischen Cuxhaven und Kugelbake haben wir den Abend unter Palmen ausklingen lassen.

Vom Bett im Havenhostel Cuxhaven blickt man direkt in den Fischereihafen. Nach Bremerhaven fühlte man sich hier natürlich auch gleich zu Hause, es ist fast identisch eingerichtet. Im Gegensatz zu Bremerhaven ist dies ein Neubau, der 2014 eingeweiht wurde.

Am nächsten Morgen ging es nach einem opulenten Frühstück am Hafen in der Sommersonne zunächst noch an der Elbe entlang Richtung Hemmoor. Auf der Elbe herrschte reger Schiffsverkehr.




Vor Hemmoor war ein Muränengebirge in Wingst zu überqueren. Wie ein Riegel stellt es sich einem in den Weg.
Bevor es jetzt aufwärts geht, wird man dringend gewarnt, ab hier auf dem Weg nach Navi zu fahren. Wo wäre man da wohl gelandet?
Mein Navi ist eh im Kopf und damit hat es auf jeden Fall funktioniert :-)
Bevor es jetzt weiterging, wurde das Bio-Obst, dass wir am Tag vorher am Wegrand direkt vom Bauernhof gekauft hatten verzehrt. Leckere alte kleine säuerliche Apfelsorten und die herben festen Zwetschgen von dort, beziehungsweise dem, was von den Zwetschgen noch übrig war. Denn im Hostel konnte ich in der Nacht nicht widerstehen, und habe eine nach der anderen weggenascht. Ich weiss, wir haben hier bei uns die berühmten Bühler Zwetschgen, aber für mich sind die säuerlichen vom Alten Land nicht zu toppen.
Wie dem auch sei, so gestärkt schafften wir es ohne Probleme über Wingst. Ein Familienerholungsort. Als Lohn lockte ich mit einem Cafe im Kurpark. Und Apfelstrudel mit Sahne. Aber vielleicht war es keine Saison mehr oder die Uhrzeit falsch, ... die Rettung war eine einsamer Imbisswagen in einer Lichtung in praller flirrender Sonne. Zu den Chicken Wings, es muss ja nicht jeden Tag Fisch sein, Biker-Bratwürsten, Krautsalat hätte jetzt nur noch eine musikalische Untermalung von Enricco Morricone gehört. Irgendwie hat alles gepasst, on the road again und nachdem wir weiter radelten, hätte auch der Imbiss schliessen können, er hatte ja gerade das Geschäft des Tages gemacht, und die Getränke und Speisen sind ihm ja so ziemlich oder auch ganz ausgegangen.
Das Cafe im Kurpark war tatsächlich zu, also nix mit Nachtisch.
Aber nach Hemmoor ging es jetzt eh abwärts. Und man muss wissen, dass es die Schwebefähre auch wirklich gibt, wenn man den Glauben daran verliert, findet man sie auch nicht, weil man aufgibt, sie zu finden. Man muss einfach immer geradeaus radeln. Auch wenn Hemmoor zuende ist und man den Eindruck hat, man lässt bewohntes Gebiet hinter sich. Keine Sorge, Hemmoor kommt wieder. Vorbei geht es an einem kleinen Freiluft-Museum mit einer kleinen Lokomotive, einem Schiff und, und, und ... . Aber immer noch keine Hinweis auf die Schwebefähre, hier hätte man sie vermuten können. Aber trotzdem nicht nach links abbiegen! In unserem Fall wäre das auch nicht gegangen, links war irgendwo die Bahnlinie und da waren alle Übergänge gesperrt, da gerade ein Gleis ausgetauscht wurde. Also tapfer geradeaus weiterradeln und Augen auf. Und wahrhaftig im nächsten Hemmoor dann der braune Wegweiser nach links, "Schwebefähre". Und jetzt dranbleiben, man muss noch ein Stück radeln, und dann ist man an der Oste und von der modernen Brücke aus sieht man sie dann:


Wir schweben über die Oste. Weltweit gibt es nur noch 8 Schwebefähren. 2 davon sind in Deutschland. Und Hemmoor ist eine davon. Auf der Strasse Richtung Bahnhof Hemmoor werden auf Tafeln alle 8 Fähren (und auch nicht mehr existierende) beschrieben.
Von Hemmoor ging es dann mit dem Zug nach Hamburg.
Auf der Terrasse über den Landungsbrücken geniessen wir beim Abendessen in der Jugendherberge Am Stintfang den Sonnenuntergang. Danach radelten wir an der Davidswache vorbei über die Reeperbahn, St. Pauli. Zurück zum Hafen mit Feuerschiff und Missisippidampfer.

Am Kreuzfahrtterminal im Hamburger Hafen liessen wir den Abend ausklingen.



Der letzte Tag bei bestem Hochsommerwetter. Viel zu schade, um Abschied zu nehmen.

Neues Kreuzfahrtterminal in Altona
Am nächsten und damit letzten Tag radelten wir an der Elbe am Alten Schweden (vor 400.000 Jahren von einem Gletscher von Smaland in den jetzigen Hamburger Hafen geschoben)  vorbei,
Blankenese zum Leuchtturm in Wittenbergen.
Bei hochsommerlichen 30 Grad musste ich einfach in die Badehose und in die Elbe schwimmen. Gegen die Strömung, um nicht rausgezogen zu werden. Weiter ging es über die Landesgrenze nach Wedel zum Willkomm-Höft, der Schiffsbegrüssungsanlage von Hamburg. Mit der Nationalhymne des Schiffes und dessen Landessprache wird das Schiff begrüsst. Anschliessend werden die technischen Daten, Ladung, Route angegeben.
Am Schulauer Fährhaus stärkten wir uns und auch für Fahrradreparaturen war alles vorhanden.

Zurück radelten wir dann bis Altona. Unten direkt an der Elbe wurden nochmal die Spezialitäten der See genossen.
Anschliessend ging es vom neuen Fährterminal hoch zur Elbterasse am Hochufer von Altona. Entspannung mit Blick über Hafen, Elbbrücke. Entschleunigen.



In der Fussgängerzone von Altona beim Bahnhof versüssten wir uns in einem Eiscafe das Warten auf den Nachtzug zurück nach Karlsruhe. Und die letzten Heidelbeer-Muffins als Proviant mitgenommen; Muffins, die ich hier oben im Norden geniessen gelernt hatte :-)

Und wenn ich in Altona bin muss ich auch immer an Ringelnatz denken:

Die Ameisen

In Hamburg lebten zwei Ameisen,
Die wollten nach Australien reisen.
Bei Altona auf der Chaussee
Da taten ihnen die Beine weh,
Und da verzichteten sie weise
Dann auf den letzten Teil der Reise.

So will man oft und kann doch nicht
Und leistet dann recht gern Verzicht.

Es war eine wunderbare Tour mit einer harmonischen Gruppe. Ausser gebrochenen Speichen gab es keine Probleme.
Und vielen Dank auch für die Fotos von Joachim und Thomas. So bin auch ich mal zu sehen und als Tourguide kann ich ja nicht alle naselang stehenbleiben, zum fotografieren.
Und auf den Bildern von Thomas habe ich auch den Tourverlauf von Etappe zu Etappe. Danke dafür.
Da habe ich auf den Vortouren mehr Zeit. Deshalb beziehe ich mich hin und wieder darauf.

Hier zu den Fotoalben von Cornelius, Joachim, Thomas und Ursel. Manchmal habe ich den Eindruck, das Ursel mit ihren Augen fotografiert, soviele Details auf dem Weg hat sie eingefangen. 




Und wie gesagt, im Post der Vortour sind weitere Informationen und Bilder